Rückblick Stiftungsfest 2018

Es ist Freitagabend, der 15. Juni, und die Georgskirche ist bis auf den letzten Platz besetzt. Wir alle sind der Einladung der Stiftung Georgskirche zum Stiftungsfest gefolgt und erwarten gespannt den Auftritt des Musikers Christoph Zehendner. Wer ihn vorher noch nicht live erlebt hatte, kennt seinen Namen wenigstens aus dem evangelischen Gesangbuch, schließlich ist er Autor zahlreicher Lieder und übersetzte christliche Lieder ins Deutsche.

Ralf Schuon und Christoph Zehendner

Nun steht er im sehr stimmungsvoll beleuchteten Altarraum der Georgskirche und empfängt die Gäste mit einem ersten Lied, in dem es heißt „Ich bin so gern bei euch zu Gast“ und lädt dazu ein, den Stress des Alltags abzustreifen. Neben ihm sitzt Ralf Schuon, der ihn den Abend lang wundervoll am Klavier begleitet.

Dr. Peter Leibinger, Vorsitzender des Stiftungsrates

Die Begrüßungsworte spricht der Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Peter Leibinger, der auch einen Überblick über die Organisation, die Finanzen und die Projekte der Stiftung gibt. Die zentralen Anliegen der Stiftung gelten dem Gemeindeleben sowie dem Erhalt und der Pflege der Georgskirche. Aktuell eruiert der Stiftungsrat die Möglichkeiten zur Verbesserung der technischen Ausstattung der Kirche sowie ein Innenraumkonzept, das mehr Flexibilität erlaubt. Und es wird auch schon das nächste Konzert angekündigt – ein „Kinder-Mutmach-Konzert“ mit Daniel Kallauch ist am 9. November geplant.

Jetzt aber tauchen wir ein in die Werke, die Christoph Zehendner aus seinem neuen Soloalbum „was zählt“ vorstellt. Er nimmt uns mit auf seinen Weg mit Gott durch die Welt, wie er es selbst nennt, lässt uns Anteil an den Gedanken und Erlebnissen haben, die ihn zu den einzelnen Liedern bewegt haben. So verarbeitete er die Begegnung eines Freundes mit Mutter Theresa, die ihm sagte, es komme nicht darauf an, wie viel man tue, sondern mit wie viel Liebe man es tue, in dem Lied, das der CD den Namen gab, „was zählt“. Eindrücke von Wanderungen in der Natur finden genauso Eingang in seine Lieder wie die Not und Stärke verfolgter Christen in der Welt, das Entsetzen über den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten oder persönliche Gedanken, die humorvoll in „Was soll auf meinem Grabstein stehen?“ verarbeitet werden. Immer wieder animiert Christoph Zehendner dabei die Zuhörer zum Mitsingen und Mitmachen. So springen im Lied „Jetzt aber los“ die Zuhörer an der entsprechenden Textstelle immer wieder von den Bänken auf. An anderer Stelle wird nach der Vollendung des Satzes „Wer in Gott eintaucht, der...“ gefragt.

Zum Abschluss wird gemeinsam die allen aus vielen Gottesdiensten bekannte Lied-Version des „Vater unser“ gesungen. Nach dem ersten anhaltenden, begeisterten Applaus spielen die beiden noch eine Zugabe, die Christoph Zehendner den Mittelgang entlanglaufend performt. Somit erreicht er dann auch im Wortsinn jeden Besucher.

Bewegt von der Musik und von den Künstlern lassen die Besucherinnen und Besucher des Stiftungsfestes dank zahlreicher fleißiger Helfer einen rundum gelungenen Abend mit guten Gesprächen, Gebäck und Getränken ausklingen.

Dr. Kathrin Schulte