Kleine Galerie - Orchideen

Ab dem 29. Januar 2018 zeigen wir im Gemeindehaus Gartenstraße eine neue Bilderserie mit dem Titel

Orchideen

Orchideen machen höchst selten nur einen mittelmäßigen Eindruck. Wer sich einmal mit ihnen beschäftigt hat, wird bald fasziniert von ihnen sein. Sie sind ein wahres "Wunder der Natur". Sie bilden die wohl größte bisher bekannte Familie von Blütenpflanzen. Allein die wild wachsenden Arten liegen bei 15.000 bis 35.000 verschiedenen Formen, die sich noch dazu in 750 Arten aufgliedern lassen. Man findet sie weltweit und entdeckt immer wieder neue Abarten. Dabei unterscheiden sie sich stark in Form und Farbe und erfreuen stets neu unser Auge. Topfpflanzen findet man heute bereits in fast jedem Kaufhaus. Das sind dann künstlich gezogene Sorten zu einem annehmbaren Preis. Sie sind äußerst ausdauernd und erfreuen uns lange mit ihrer Pracht. Selbst nach dem Abblühen darf man, nach einer Wartezeit, mit einer erneuten, langen Blütephase rechnen.

Der Fachmann unterscheidet bei ihnen zwei Hauptformen: Da sind zunächst die "Erdorchideen", die also auf dem Erdboden (oder in der Nähe davon) wachsen und dann diejenigen, die auf Bäumen oder Sträuchern heimisch sind. Diese sind dann allerdings keine Parasiten, die ihrer Wirtspflanze Säfte entziehen, sondern sie halten sich lediglich daran fest. Feuchtigkeit und Nährstoffe entziehen sie der Luft und dem Humus, der sich in den Astgabeln oder den Furchen der Baumrinde angesammelt hat. Bei uns hier in Europa sind allerdings fast nur die Erdboden-Orchideen heimisch. Aber auch diese benötigen keine gute Pflanzenerde für ihre Wurzeln, sondern wünschen sich einen "holzigen", trockenen Untergrund dafür. Vor allem aber: Nur ganz wenig Wasser zum Gießen verwenden, für Feuchtigkeit sorgen bereits die Luftwurzeln. Und nun also: Auf zu unseren Beispielen. In fast allen Fällen handelt es sich dabei um Pflanzen aus tropischen Gegenden.

Ernst Kuhlo